Ein Stromausfall dauert manchmal nur Sekunden. Danach wirkt alles wieder normal – bis man die Festplatte einschaltet und nichts passiert. Kein Hochlaufen. Kein Zugriff. Kein Lebenszeichen. Genau so kam eine Western Digital WD5000AACS ins RESQ-Labor: „Nach dem Stromausfall komplett tot.“
Das ist der Moment, in dem viele innerlich schon abschließen. Und genau hier beginnt eines der größten Missverständnisse rund um HDD-Datenrettung: „Tot“ ist keine Diagnose. Es ist nur die Beobachtung von außen. Die Ursache liegt darunter – mechanisch, elektronisch oder beides.
Im RESQ-Alltag sehen wir solche Fälle regelmäßig. Festplatten, die nach Stromausfall nicht mehr erkannt werden, die nicht anlaufen oder scheinbar gar nichts mehr tun. Und trotzdem sind viele davon nicht „verloren“ – sondern blockiert oder elektrisch gestört. Entscheidend ist, was danach passiert: Wer jetzt herumprobiert, verschlechtert oft die Ausgangslage. Wer strukturiert vorgeht, erhält die Chance auf eine saubere Rettung.