Smartphones mit angeblicher IP-Wasserschutzklasse gelten als „wasserdicht“ – doch in der Praxis erleben wir täglich, dass selbst ein kurzer Kontakt mit Meerwasser zu massiven Schäden führt. Ein aktueller Fall mit einem Samsung Galaxy S23 zeigt, wie trügerisch diese Zertifikate sind – und warum eine erfolgreiche Datenrettung nur in spezialisierten Laboren möglich ist.
Das Galaxy S23 wurde nach einem Sturz ins Meerwasser zu uns eingesendet. Bereits auf den ersten Blick war klar: Der Schaden war gravierend. Korrosion hatte sich auf weiten Teilen des Logicboards ausgebreitet. Zusätzlich war zu erkennen, dass das Gerät bereits zuvor geöffnet worden war. Das Backcover (Akkudeckel) war nicht mehr original verklebt, sondern unsachgemäß ersetzt. Dadurch konnte die Feuchtigkeit noch schneller ins Gerät eindringen – ein fataler Umstand, der die Schäden im Inneren massiv verstärkte.
Dieser Fall verdeutlicht eindrücklich: Herstellerangaben zu IP-Zertifizierungen bieten keinen verlässlichen Schutz vor Wasser – und schon gar nicht vor Salzwasser.


