Es gibt Fälle in der professionellen Datenrettung, bei denen der erste Befund bereits brutal ernüchternd ist. Nicht, weil das Gerät nur einen kleinen Defekt hat. Nicht, weil eine einfache Reparatur nicht reicht. Sondern weil das gesamte Fehlerbild an einem Punkt angekommen ist, an dem eine Extraktion nach dem damaligen Stand der Technik praktisch nicht mehr möglich erscheint.
Genau so ein Spezialfall war dieses Samsung Galaxy S20. Bei RESQ sehen wir immer wieder Geräte, bei denen nicht nur die Hardware beschädigt ist, sondern bei denen auch die Grenze zwischen klassischer Datenrettung, Hardwareforensik, Firmware-Problematik und softwareforensischer Spezialarbeit erreicht wird. Genau dann trennt sich Standardarbeit von echter High-End-Datenrettung.
Und genau deshalb ist dieser Fall so aussagekräftig. Denn hier ging es nicht um eine normale Reparatur. Es ging nicht um einen simplen Board-Schaden. Und es ging auch nicht um einen Fall, bei dem nach einem einzigen Eingriff sofort wieder alles lief. Es ging um ein Smartphone, bei dem für die Datenrettung zunächst die logisch miteinander gekoppelten Bausteine auf ein neues Trägerboard transplantiert werden mussten, um überhaupt wieder eine technische Grundlage für den Zugriff auf die ursprünglichen Nutzerdaten zu schaffen. ✅