Manche Datenrettungsfälle beginnen nicht mit dem eigentlichen Defekt, sondern mit dem, was vorher an dem Datenträger passiert ist. Genau so war es bei dieser Seagate ST4000LM024, die nach einem Wasserschaden zu RESQ Datenrettung in Blieskastel kam.
Die Festplatte war nicht direkt bei uns gelandet. Vorher wurde dem Kunden an anderer Stelle erklärt, es seien ein Kopfwechsel, ein PCB-Tausch sowie ein MCU- und ROM-Swap notwendig. Das klingt nach einem extrem komplexen Rettungsszenario. Solche Arbeiten können bei bestimmten Fehlerbildern tatsächlich notwendig sein – aber nur dann, wenn sie technisch sauber begründet, korrekt durchgeführt und nachvollziehbar dokumentiert sind.
Als die Festplatte schließlich bei RESQ ankam, zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Die MCU und der ROM lagen separat in einer Tüte. Unter der MCU waren mehrere Pads beschädigt. Und das angeblich getauschte Kopfsystem wurde nachweislich gar nicht ausgebaut. Genau dieser Zustand ist im Video zu sehen. 🔬